Was ist vielseitigkeit ?

Vielseitigkeit (CCI) ist die Königsdisziplin der Reiterei für alle, die nicht nur eine Sache können wollen: Dressur, Gelände und Springen:  alles in einem Wettbewerb, an einem Wochenende, mit einem Pferd.

Was einst als harter Eignungstest für Militärpferde begann, hat sich zur ultimativen Mehrkampf-Disziplin des Pferdesports entwickelt. Nicht umsonst wird die Vielseitigkeit gerne als „Triathlon der Reiterei" bezeichnet.  Pferd und Reiter müssen hier wirklich alles mitbringen: Feingefühl, Mut, Kraft und Nerven aus Stahl. 

Die Vielseitigkeit gehört seit den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm fest in das olympische Programm.

Dressur 

Eleganz trifft Gehorsam

Auf dem Dressurviereck auf dem Paradeplatz des Gestüts zeigt das Pferd-Reiterpaar, was es drauf hat: eine Abfolge festgelegter Lektionen, bei denen jede Bewegung zählt. Die Richter schauen genau hin:  wie leicht und harmonisch wirkt das Zusammenspiel? Neben den Einzelnoten für jede Lektion gibt's Gesamtnoten für Präzision, Losgelassenheit, Taktreinheit, Schwung, Sitz und die Harmonie zwischen Pferd und Reiter. Das Paar erhält am Ende eine Bewertung in Prozentpunkten und diese wird wiederum von 100 abgezogen und ergibt die Minuspunkte. Besser als dieses Ergebnis kann ein Paar nicht werden.

Gelände

Adrenalin pur 

Das Gelände ist das Herzstück der Vielseitigkeit und eine Prüfung, die es so nur hier gibt. Statt auf dem gepflegten Reitplatz geht's raus auf das Gelände des Haupt- und Landgestüts Marbach: über Wiesen, durch den Eichelesgarten, über die Hügel der schwäbischen Alp und durchs Wasser. Feste Hindernisse wie Baumstämme, Hecken oder Wassergräben, dazu ordentlich Tempo: das macht den Cross zum echten Spektakel für Reiter und Zuschauer gleichermaßen. Für die Überschreitung der Zeit und Fehler oder Verweigerungen an den Hindernissen gibt es Strafpunkte, die zu dem Dressurergebnis hinzugerechnet werden. 

 

 

 

 

Springen 

 Der Showdown

Zum Abschluss wird's auf dem Paradeplatz nochmal richtig spannend: Ein gutes Dutzend Hindernisse müssen in der richtigen Reihenfolge fehlerfrei gemeistert werde ohne Abwurf, ohne Verweigerung. Ursprünglich sollte diese letzte Prüfung zeigen, wie fit das Pferd nach dem Gelände noch ist. Denn ein müdes Pferd verzeiht keine Unachtsamkeit und macht eher mal einen Fehler. Hier werden Hindernis- und Zeitfehler ebenfalls auf das Ergebnis nach dem Gelände draufgerechnet. Sieger ist, wer am Ende am wenigsten Punkte hat. 

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